Samstag, 17. November 2018
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Die Endzeit hat schon längst begonnen!

 

        Was ist das Gegenteil von „Glaube“? Die bekannteste Antwort lautet: Natürlich „Unglaube“. Das gilt nicht für unsere Hl. Schrift. Das Gegenteil von Glaube ist die „Angst“, die ja in vielfältiger Weise uns erfassen kann. Angst um uns, um unsere Gesundheit, unser berufliches Fortkommen unsere persönlichen Planungen. Dann Angst um den Partner, die Kinder, die Menschen, die uns anvertraut sind. Christlicher Glaube ist therapeutisch. Als Kinder Gottes (wie immer wir ihn auch beschreiben mögen) haben wir vor nichts in dieser Welt Angst. Dazu dienen die hl. Schriften.

Im Jahr des Herrn 2019 werden sich die biblisch Interessierten mit dem Buch Daniel befassen. Daniel ist ein Buch, das in schwierigsten Zeiten des auserwählten Volkes entstanden ist. Hier brechen die Glaubensvorstellungen der Endzeit auf. Gott greift in das Geschehen dieser Welt mit dem Menschensohn ein, den die ersten Christen in Jesus gesehen haben. Auch der Glaube festigt sich, dass die Gerechten nicht untergehen werden, sondern einer Auferstehung entgegen sehen, einer Auferstehung, die in Jesus Wirklichkeit geworden ist. Was im Himmel beschlossen ist, so Daniel, wird ohne Einschränkung als Herrschaft Gottes (das Gottesreich) Tatsache auf Erden.

Dies ist die Botschaft der Apokalyptik (Apokalypse = Enthüllung, Offenbarung). Besonders in den „Angst“-machenden Zeiten ist die Rückbindung an den Glauben so wichtig. Der Apokalyptiker ruht sich nicht in seinem Glauben aus. Er weiß, dass die Welt noch immer auf die Erlösung wartet.

Wo aber Menschen nicht mehr »erlöst« werden müssen, wo das Lebensumfeld als »eigentlich ganz in Ordnung« empfunden wird, wo die Erhöhung des individuellen Lebensstandards die einzige verbliebene Hoffnung des Menschen ist, müssen Wirklichkeitsver¬ständnis und Hoffnungen der Apokalyptiker fremdartig, exotisch und »gefährlich« wirken.

Wenn also jemand meint, diese Texte des Danielbuches seien nicht für ihn geschrie¬ben und er könne sie beruhigt weglegen, so mag er oder sie im ersten Punkt ja durchaus recht haben. Diese Texte sind tatsächlich für Menschen geschrieben, die an den gesellschaftlichen, politischen und religiösen Verhältnissen leiden. Sie sind geschrieben, um sol¬chen Menschen Hoffnung zu geben auf eine Veränderung ihrer Verhältnisse, auf ein Eingreifen Gottes, der diese Welt in Ordnung bringt. Dass man diese Schriften also beruhigt bei Seite legen könne, möchte ich deshalb doch sehr bezweifeln. Ja: Es ist geradezu ein Ärgernis, wenn ich diese Gefahr, mich in meinem Leben einzurich¬ten und die Welt, so wie sie ist, als »eigentlich ganz in Ordnung« zu empfinden, nicht mehr spüre!

Ich denke, das ist Motivation genug, sich mit dem Buch Daniel auseinander zu setzen.

            Wollen Sie Kontakt mit mir aufnehmen? Fragen stellen, Erklärungen bekommen? Greifen Sie zu meiner Adresse dietrich(at)plehn.eu. Vorträge und Themen können Sie hier einsehen, natürlich kann man alle Vorträge auch abändern.

 

             Ich freue mich auf Ihr Kommen und wenn nicht, dann besuchen Sie meine Homepage.

 

                                                  Dietrich Plehn