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Hexenwahn und Hexenverfolgung

Eines der düstersten Kapitel der Kirchengeschichte ist die Tatsache der Hexenverfolgung. Nicht im Mittelalter, sondern zu Beginn der Neuzeit ergriff sie weite Landstriche Europas und Amerikas. Was hatte sich verändert seit der Zeit als im 9.Jh. Ludwig der Fromme verbot an Hexen zu glauben. Ende des 15. Jh. lieferte der unselige "Hexenhammer" die theologischen und kirchenpolitischen Argumente zur Verfolgung der Hexen.
Es war vor allem das Verdienst des Jesuiten Friedrich von Spee, der als Beichtvater von Hexen einen tiefen Einblick in das "System gewann, dass ein Umdenken in dieser Frage einsetzte. Doch es dauerte noch bis zum 18. Jh. bis das Verbrennen dieser armen Frauen (denn um diese handelte es meistens) eingestellt wurde.

Der Vortrag stellt nicht nur die Tatsachen vor und liefert Einblicke in das damalige Justizwesen (die Akten der Hexenprozesse existieren noch), sondern versucht auch der Frage nachzugehen, warum eine solche geistige Verwirrung zu Beginn der Neuzeit möglich war.

 

 

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