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Opfer - Menschenopfer - Sühnopfer - Verherrlichung.

wie ist das Kreuzesgeschehen zu interpretieren?

Hört man auf die Gebete der Eucharistiefeier, spielt der Opfergedanke eine zentrale Rolle. So hat es auch das Konzil von Trient definiert, dass das "Messopfer die unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers" ist. Doch inwiefern ist das Geschehen am Kreuz ein Opfer?

Den ersten Christen warf man vor, dass sie gottlos seien, weil sie keine Opfer hatten. So wurde die Mahlgemeinschaft der Eucharistie zu einem Opfer. - Heute stehen wir dem Opfergedanken distanzierter gegenüber, insbesondere wenn wir von den Opfern bei Naturkatastrophen und im Straßenverkehr hören. Nennt man sie Opfer, weil sie Pech hatten umzukommen?

In unserer distanzierten Haltung werden wir von Jesus unterstützt, der Hosea zitierte: "Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer". Aber auch Paulus und die Evangelisten haben sich bei der Interpretation des Kreuzesgeschehen (das durch die Auferstehung seine Bedeutung erhält) nicht auf den Opferbegriff geeinigt. So spricht Johannes von "Verherrlichung".

Zu wissen, dass ich durch meine Sünden schuld am Tode Jesu bin, bedrückt mich, erhebt mich nicht.

Ein spannender Vortrag!

 

 

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